Ja, natürlich!
Hochseilklettergarten im Altmühltal
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Station 5 - Abbau des Solnhofener Plattenkalkes

Steinbrecher bei der Arbeit

Abbau und Verarbeitung des Solnhofener Natursteins und des Juramarmors prägen seit Jahrhunderten Landschaft und Kultur unserer Region. Sie ist das größte zusammenhängende Natursteinabbaugebiet in Deutschland. Bevor die abbauwürdigen Solnhofener Platten erreicht werden, müssen acht Meter Abraum mit einer mobilen Brechanlage zu Schotter verarbeitet werden. Auf dem Blumenberg beträgt die Schichtstärke der wertvollen Solnhofener Platten insgesamt fünf bis sieben Meter. Der Abbau erfolgt in reiner Handarbeit. Aus dem gewonnenen Material werden Wand- und Bodenplatten hergestellt.

Auch die großen Bauherren der Geschichte wussten bereits die Qualitäten des Solnhofener Plattenkalkes zu schätzen. So findet sich der Naturstein unter anderem bei berühmten Bauwerken wie dem Stephansdom in Wien oder der Hagia Sophia in Istanbul.

Besonders markant ist der Naturstein bei den charakteristischen Häusern der Altmühltal-Jura-Region. Bei diesen massiven Häusern wurden aus dem Kalkstein die dicken Wände gemauert und Mörtel, Putz und Farbe hergestellt. Typisch sind die grauen Dächer aus lose aufgelegten Legschiefer-Platten. Damit diese nicht ins Rutschen kamen, wurden die Häuser mit geringer Dachneigung gebaut.

Der licht- und farbechte, strapazierfähige und im Sommer angenehm kühle Solnhofener Naturstein wird heute in Wohnhäusern, Kirchen und repräsentiven Gebäuden als Treppenstufen, Simse, Bodenbelag und Wandverkleidung verwendet.

Jurahaus in Inching im AltmühltalBodenbelag aus Solnhofener Naturstein