An den steilen Hängen stehen große Dolomitfelsen. Zwischen den Felsen wachsen einzelne Wacholderbüsche und Bäume. Der Wald ist nicht sehr dicht.
Auf den Hängen gibt es besondere Pflanzen. Fachleute sagen: Diese Pflanzenfläche ist eine der interessantesten in der ganzen Altmühlalb. Einige Pflanzen wachsen sonst vor allem im Südosten Europas oder südlich der Alpen.
Welche Pflanzen wachsen am Hang?
Am Hang wachsen verschiedene Pflanzen. Das hängt davon ab, wie trocken oder feucht der Boden ist.
Am unteren Teil des Hanges ist der Boden etwas feuchter. Dort wachsen Pflanzen, die auch auf guten Wiesen vorkommen.
Weiter oben ist der Boden trockener. Dort wachsen Pflanzen, die mit wenig Wasser auskommen. Dazu gehören:
die Silberdistel mit ihren stacheligen Blättern
die Großblütige Königskerze mit ihren behaarten Blättern. Sie kann bis zu 2 Meter hoch werden.
verschiedene Arten des Knabenkrauts. Das sind besondere Pflanzen aus der Familie der Orchideen.
Viele dieser Pflanzen werden von Schafen nicht gern gefressen. Das liegt zum Beispiel an ihren Stacheln oder an ihren behaarten Blättern.
Unterhalb der Felsen wächst ein besonders lückiger Trockenrasen. Das bedeutet: Zwischen den Pflanzen ist viel Platz. Hier wachsen zum Beispiel bestimmte Gräser, Gamander, Frühlingsfingerkraut und Knolliger Hahnenfuß.
Direkt auf den Felsen und zwischen den Felsstufen wachsen weitere besondere Pflanzen. Diese Pflanzen nennt man Felssteppenrasen. Dazu gehören:
die Pfingstnelke
der Blaue Felslattich
das Bergsteinkraut
das seltene Immergrüne Felsenblümchen
Das Immergrüne Felsenblümchen wächst normalerweise eher in kälteren Gebieten.
Eine besondere Seltenheit ist auch das Federgras. Ursprünglich kommt es aus den Steppen im Osten Europas und Asiens. Im Juni blüht es. Dabei fallen seine langen, bis zu 30 Zentimeter langen, feinen Grannen auf. Grannen sind lange, dünne Fortsätze an den Samen von Gräsern.
Die Höhle in der Felswand
In der Felswand gibt es eine Höhle. Menschen haben sie schon vor sehr langer Zeit benutzt. Das war von der frühen Bronzezeit bis zur Römerzeit.
In der Höhle wurden unter anderem Teile von menschlichen Schädeln gefunden. Diese Funde könnten darauf hinweisen, dass Menschen früher dort Opfer-Rituale durchgeführt haben.
Die Höhle darf man nicht einfach betreten. Man kann sie nur mit Kletterausrüstung und einer besonderen Genehmigung erreichen.
Die Arnsberger Leite ist nämlich ein Naturschutzgebiet. Dort ist Klettern verboten. So sollen die Natur und die seltenen Pflanzen geschützt werden.
Ziegen helfen beim Naturschutz
Mit etwas Glück kann man an der Arnsberger Leite eine Angoraziege sehen. Diese Ziegen gehören zu einer Herde. Die Herde ist Teil eines Naturschutz-Projekts.
Die Ziegen fressen Pflanzen und halten dadurch einen großen Teil der steilen Hänge und Felsen frei. So wachsen dort nicht zu viele Büsche und Bäume. Die besonderen Pflanzen bekommen dadurch mehr Platz.
Durch das Projekt wird die Landschaft das ganze Jahr über gepflegt. Man nennt das extensive Ganzjahresbeweidung. Das bedeutet: Die Tiere leben das ganze Jahr auf der Fläche und fressen dort Pflanzen.
Durch die Arnsberger Leite führt auch der Altmühltal-Panoramaweg. Das ist ein Wanderweg.
Damit die Ziegen nicht weglaufen, ist der Hang mit Elektrozäunen eingezäunt. Für Wanderer gibt es Tore, die sich nach dem Durchgehen von selbst schließen. So können die Wanderer ihren Weg fortsetzen, ohne dass die Ziegen das Gelände verlassen.
Hinweis (gültig bis voraussichtlich Ende März 2027)
Die Arnsberger Leite ist nur von Böhming kommend weiterhin über den Verlauf des Altmühltal-Panoramawegs begehbar. Aufgrund der Sperrung ist jedoch kein Abstieg ins Tal nach Arnsberg möglich, sodass Wanderer denselben Weg zurück nach Böhming nehmen müssen.





