Ausgrabungsplatz steinzeitlicher Relikte
Jahrtausende waren seit der Entstehung oberhalb des Ortes gelegenen Höhle vergangen, als der Mörnsheimer Bürger- und Heimatforscher Dr. Alfred Graf sich für sie zu interessieren begann. Gefunden wurden Knochen von Höhlenbär, Mammut, Eisfuchs, Biber, diversen Nagern und Vögeltn, die als Beute damals lebender Raubtiere oder als Reste menschlicher Mahlzeiten gedeutet werden können.
Entstehung der Altendorfer Höhle „Grafsloch“
Die Felsgruppe des südlichen Passerling-Bergs, in der sich die Altendorfer Höhle „Grafsloch“ befindet, entstand vor ca. 150 Millionen Jahren im Erdzeitalter des Jura. Die Region war damals vom riesigen Urmittelmeer „Tethys“ bedeckt.
Unter den herrschenden tropischen Bedingungen wuchsen die Schwammriffe des Gailachtales rund um Mörnsheim auf. Aus dem damals entstandenen Kalkmassiv wusch der Urmain später (vor ca. 20 Mill. Jahren) die Hohlräume des heutigen „Grafsloch“ aus.
Zufluchtsort eiszeitlicher Raubtiere (100.000 bis 10.000 v.Chr.)
Die Vielzahl verschiedener Knochenreste sowie charakteristische Verbissspuren belegen, dass sich in der Höhle ein Hyänenhorst befand. Dies bezeugen auch typische Knochenreste, die von der Magensäure der Hyänen angeätzt wurden.
Siedlungsplatz von Steinzeit – Menschen (60.000 bis 25.000 v. Chr.)
Die Grabungen in der Höhle brachten steinzeitliche Werkzeuge aus einer Zeit vor ca. 60.000 Jahren zutage. Da sich nur wenig Relikte fanden, deutet dies auf eine kurzzeitige oder nur sporadische Nutzung der Höhle durch Neandertaler hin.





