Kath. Kirche St. Johannes Evangelist Obereichstätt

Die Kirche ist eine romanische Anlage wohl des 12. Jahrhunderts, deren Langhaus 1626 und 1888 verlängert wurde.
Die beherrschende Lage über dem Ort wurde für die Kirche vermutlich deshalb gewählt, um gleichzeitig eine Verteidigungsanlage für die Ortsbewohner zu schaffen; diese Zweckbestimmung verraten auch die Schießscharten an der Südseite des gedrungenen Turmes. Im Innern der Kirche ist das hervorragendste Kunstwerk das Monumentalkreuz an der Nordseite des Langhauses.

Öffnungszeiten

nachmittags meist offen, falls geschlossen, Schlüssel im Pfarrhaus nebenan (Kirchbuck Nr. 8)

Die ergreifende Eindringlichkeit, die kraftvolle innere Durchbildung machen es zu einem der bedeutendsten Kruzifixdarstellungen der Spätgotik. Das Bildwerk wurde um 1490 - 1500 geschnitzt und stand ursprünglich zusammen mit den Figuren von Maria und Johannes auf dem Kreuzaltar der Klosterkirche Rebdorf. Das Kruzifix wurde nach der Säkularisation (1806) für 16 Gulden nach Obereichstätt verkauft, während die Seitenfiguren dieser Kreuzigungsgruppe später ins Bayerische Nationalmuseum gelangten. Ein weiteres Kunstwerk aus gotischer Zeit ist die Madonna auf dem linken Seitenaltar; die wohl nach Mitte des 14. Jahrhunderts entstandene, gut gearbeitete Statue aus Sandstein stand früher in der Nische des sog. Frauenfelsens am Fußweg nach Eichstätt und erhielt 1959 ihren heutigen Standort. Auch die gotische Sandsteinfigur des heiligen Antonius des Einsiedlers, des Patrons der Haustiere, kam erst 1959 auf den rechten Seitenaltar, vorher stand sie im Pfarrgarten.

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