Kath. Kirche St. Laurentius Denkendorf

Das Gotteshaus entstand zwischen 1702 und 1707 vielleicht nach Plänen des Hofbaumeisters Jakob Engel. 1762 nahm man Reparaturen am Turm vor; die Kuppelbedachung dürfte aus dieser Zeit stammen. 1926 bis 1928 wurde die Kirche durch den Münchner Architekten Friedrich Haindl an der Seitenwand geöffnet und rechtwinkelig in Richtung Norden das große, neue Langhaus angebaut.

Öffnungszeiten

tagsüber geöffnet

Kath. Kirche St. Laurentius Denkendorf

Trotz der zeitlich weit auseinanderliegenden Bauphasen bietet die Kirche ein homogenes Gesamtbild, das durch künstlerisch wertvolle Einzelstücke bereichert wird. In neuem Glanz erstrahlen seit der Renovierung 1979/82 die drei prächtigen Spätrokokoaltäre. Das Hochaltarbild, das den Kirchenpatron Laurentius zeigt und wohl vom Eichstätter Maler Willibald Wunderer stammt, wird von den Figuren des hl. Florian (rechts) und des hl. Sebastian (links) flankiert und von einer Gottvater-Gruppe mit großem Strahlenschein und zahlreichen Engeln bekrönt.

Die reiche Tabernakelanlage schmücken geschnitzte, vergoldete Flachreliefs, die um 1720 entstanden sind. Über den Durchgängen beiderseits des Hochaltares stehen die Figuren des hl. Franz Xaver und des hl. Sixtus (rechts) sowie des hl. Johannes von Nepomuk und des hl. Laurentius (links); die Statuen des hl. Sixtus und des hl. Laurentius sind spätgotische Schöpfungen (um 1510 bis 1520) und waren ursprünglich zusammen mit dem hl. Willibald – jetzt über dem Beichtstuhl an der rechten Langhauswand – Schreinfiguren des mittelalterlichen Hochaltars. Ebenfalls spätgotisch ist die gut geschnitzte, um 1500 entstandene Madonna mit Jesuskind am Eingang zum Turm.

Von den übrigen Kunstwerken der Kirche sind hervorzuheben das barocke Kruzifix mit Schmerzensmutter (um 1710) gegenüber der ebenfalls barocken Kanzel (um 1703) und die kleineren, spätgotischen Skulpturen der hl. Maria und der hl. Barbara in der Seitenkapelle (dem ehemaligen Altarraum) sowie des hl. Laurentius in der Taufkapelle (der früheren Sakristei).

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