Pfarrhaus und Pfarrkirche St. Leodegar Untermässing

Der 1626 abgebrannte Pfarrhof konnte erst in den Jahren 1685-1687 wieder aufgebaut werden, wofür Engel die Pläne und Kostenvoranschläge lieferte. Die ausführenden Baumeister waren Johann Baptist Camesino und Daniel Barsch.

Öffnungszeiten

Pfarrkirche im Sommerhalbjahr sonntags geöffnet.

Das Wohnhaus ist ein traufständiges zweigeschossiges Jurahaus mit Kniestock und ehemals mit Kalkplattendach. Es wird von der Giebelseite erschlossen und verfügt noch über historische Kreuzstockfenster. In die Fassade eingelassen ist das Wappen des Fürstbischofs Johann Euchar Schenk von Castell und das Datum 1686.

1692 wurde die mittelalterliche Pfarrkirche als ruinös bezeichnet, weshalb Engel nach einer Besichtigung mit dem Generalvikar und seiner Bestandsaufnahme drei planerische Varianten vorlegte, die aber nicht umgesetzt wurden. Entstanden ist schließlich ein weitgehender hochbarocker Neubau, wobei der romanische Turm und die Nordwand des Schiffes erhalten geblieben sind. Dieses erhielt allerdings einen breiteren Grundriß, so dass der Turm heute nicht mehr in der Mittelachse steht. Die originelle gedrungene Kirche verfügt über vier Fensterachsen. Der Chor ist nicht eingezogen. Der Turm erhielt zwei zusätzliche Geschosse und eine vierseitigen Helm mit Laterne. Es handelt sich um eine für die Zeit typische Wandpfeilerkirche. Die tiefen Pfeiler tragen eine Stichkappentonne. Das erste Joch wird von der gewölbten Empore eingenommen. Der Chor ist durch einen tief eingezogenen Triumphbogen vom Langhaus getrennt. Der Sakralraum wurde ungefähr gleichzeitig einheitlich mit Werken im Stil des Hochbarocks ausgestattet. Auffällig sind der Hochaltar, in dessen seitlichen Ranken Medaillons mit den Rosenkranzgeheimnissen erscheinen, und ein Wandkreuz, das in eine aufwendige Rahmung aus Akanthusranken eingebettet ist.

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