Eine bundesweit außergewöhnliche Vielzahl an über die Wettbewerbe „Unser Dorf hat Zukunft“ mit Gold- und Silbermedaillen ausgezeichneter Dörfer (Landes-, Bundes- und Europa-Ebene) im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat dazu geführt, diese Erfolge zur Grundlage einer Baukultur-Initiative aufzugreifen. Damit soll das überdurchschnittliche Engagement für die Erhaltung und lebendige Weiterentwicklung des Baukultur-Erbes auch über diese bereits ausgezeichneten Dörfer hinaus zu deutlich mehr Bauqualität und zu Dorf- bzw. Stadtbildern führen, die attraktive Wohnräume sowie ein lebenswertes Wohnumfeld als zentraler Bestandteil unserer Kulturlandschaft bieten.
Geschlossene Ortsbilder, sich harmonisch in ihre Umgebung eingliedernde Gebäude oder Gärten, die den Wert guter Architektur nochmals aufwerten, üben immer öfter einen ganz besonderen Reiz aus. Viel hängt auch davon ab wie Materialwahl oder Bautechnik eingesetzt wurde. Zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte haben aber leider das Erscheinungsbild unserer Siedlungen massiv verändert. Oftmals nicht zum Guten. Immer häufiger waren die Sonderangebote der Baumärkte, die Hochglanzprospekte einiger Bau-sparkreditgeber oder Fertighaushersteller sehr viel nachgefragter, als unsere bewährten und überlieferten Bautraditionen oder eine fachlich qualifizierte Beratung.
Bei der Analyse der Gründe für diese große Zahl an ausgezeichneten Gold- und Silberdörfern in Altmühlfranken, fallen vor allem die vielen wirklich gut sanierten Häuser mit der eher un-spektakulären, aber dennoch sehr ortsbildprägenden einfachen alten Bauern- und Bürger-häuser auf. Und selbst in den Neubaugebieten trifft man häufiger als in anderen fränkischen oder auch bayerischen Regionen auf eine bewusst gewählte Architektur, welche die Formen, Dimensionen und Baustoffe der traditionellen Architektur in eine moderne Umsetzung kreativ übertragen haben. Gerade, weil dies dem kundigen Blick sprichwörtlich ins Auge fällt, werden dennoch auch die dort vorhandenen, von einer solchen Bauqualität zum Teil erheblich abweichenden Bau-körper mit umso größerer Distanz wahrgenommen. Sie tragen dann oft mit dazu bei, ein harmonisches Ortsbild bis zur Unkenntlichkeit zu überformen. Die Baukultur-Werkstatt will diese architektonischen Besonderheiten in das Bewusstsein der Gäste des „Tags der Franken 2026“ rücken, der ja in Treuchtlingen stattfindet..
Ablauf der Baukultur-Werkstatt:
14:00 Begrüßung und Grußwort
14:10 Impulsreferate
- „Das Erbe der Golddörfer von Altmühlfranken“ (Dieter Popp, FUTOUR Regionalberatung)
- „Gartenkultur begleitet Architektur“ (Adelheid Gräfin Schönborn, Gartenarchitektin)
- „Vitalisierung unserer Dörfer – Beispiele machen Schule“ (Architekten Clemens Frosch/Hans-Heinrich Häffner)
17:00: Dorferkundung Rundfahrt zu ausgewählten Architektur- und Garten-Beispielen rund um Bieswang (Moderation Architekt Clemens Frosch)
18:30: Ausklang Diskussion und Gedankenaustausch mit „regionalen Handgreiflichkeiten“
Unkostenbeitrag inkl. regionaler Imbiss sowie Getränke 12 EUR je Person.
Anmeldung notwendig und erbeten unter: dieter.popp@futour.com





