Vortrag über neue Waffenfunde aus dem Römerlager von Haltern am See
von Dr. Bettina Tremmel
(LWL-Archäologie für Westfalen, Münster)
Vor 2000 Jahren ging die 19. Legion in der verhängnisvollen Varusschlacht unter. Der konkrete Ort ihrer vollständigen Vernichtung konnte bis heute immer noch nicht zweifelsfrei lokalisiert werden, ganz im Gegensatz zu ihrer letzten Truppenbasis, die seit mittlerweile 125 Jahren im westfälischen Haltern am See ausgegraben wird.
Highlight des Vortrags von Bettina Tremmel wird die Vorstellung eines kunstvoll verzierten Dolches mit Dolchscheide aus Haltern sein, das militärische Statussymbol eines römischen Legionärs. Vor sieben Jahren wurde er zusammen mit dem zugehörigen Militärgürtel im römischen Gräberfeld von Haltern entdeckt. Dieses Ensemble gehört zu den besterhaltenen im gesamten Imperium Romanum.
Bei jüngeren Ausgrabungen im Legionslager kamen zudem zwei Eisenhelme und 82 Schleuderbleie zutage. Bei den Helmen handelt es sich um sogenannte Halbfabrikate, die vor ihrer endgültigen Fertiggestellung entsorgt worden waren. Warum die Schleuderbleie im römischen Straßengraben landeten und liegen blieben, wird sich nicht mehr endgültig klären lassen. Da sich bei allen Stücken die Frage stellt, warum sie vor 2000 Jahren in den Boden gelangte, sollen mögliche Szenarien ebenfalls Thema des Abends sein.
Die aktuelle Sonderausstellung »Roms Armee im Feld« ist bis Vortragsbeginn geöffnet. Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich.
Info: 08459 32373-0 Veranstaltungskalender des ... Vortragsplakat





