Der Zyklus „Das Labyrinth der Welt und das Paradies des Herzens“ von dem tschechischen Komponisten Petr Eben ist eines der bedeutendsten und anspruchsvollsten Orgelwerke der modernen Orgelliteratur. Die Komposition für Orgel und Sprecher entstand ursprünglich aus einer Improvisation, die Petr Eben selbst auf vielen Konzertreisen durch Europa gespielt hat. Die vierzehn Sätze beziehen sich auf das gleichnamige Buch des humanistischen Philosophen, Pädagogen und Theologen Johann Amos Comenius aus dem siebzehnten Jahrhundert. Petr Eben schreibt darüber: „Der Pilger, der das Labyrinth der Welt durchwandert, findet hier nichts Erfreuliches und wendet sich Gott in seinem Herzen zu. Was mich aber an Comenius’ Ansicht am meisten berührt, ist seine unermüdliche Arbeit für die Verbesserung der Welt. Die ganze Atmosphäre des Textes vermittelt keinen idyllischen Spaziergang durch die Welt, sondern einen bitteren, satirischen, bizarren und manchmal geradezu apokalyptischen Blick.“
Im Rahmen der Konzertreihe der Eichstätter Dommusik von der tschechischen Organistin Michaela Káčerková aus Prag interpretiert. Die Managerin des Karlsbader Symphonieorchesters ist eine markante Persönlichkeit der jungen internationalen Orgelspielergeneration. Als Solistin tritt sie regelmäßig mit Konzerten in Europa, Japan und den USA auf. Ihr Repertoire umfasst Orgelmusik aller Stilepochen von der Renaissance bis zum gegenwärtigen Schaffen. Die passenden theologischen Textpassagen von Johann Amos Comenius zu dem gut einstündigen Orgelzyklus wird Dr. Oleksandr Petrynko vom Collegium Orientale rezitieren.






