Die LimesGemeinden und das Römer- und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg laden auch in diesem Herbst wieder zur beliebten Vortragsreihe „Leben am Limes“ ein. Renommierte Wissenschaftler und ausgewiesene Experten vermitteln dabei die neuesten Erkenntnisse zur römischen Geschichte entlang des UNESCO-Welterbes Limes.
Referent: Dr. Markus Strathaus, kelten römer museum manching
Unser gegenwärtiges Verständnis von „Magie“ ist stark von der Popkultur geprägt – unweigerlich verknüpfen wir damit den „Zauberer von Oz“, Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ oder Harry Potter. Daneben verbinden viele Menschen heute mit dem Begriff etwas geradezu Unheimliches und nicht selten negative Vorstellungen von Esoterik, Okkultismus und „Aberglauben“. Für die Menschen im Römischen Reich hingegen waren Zauberei und Magie feste Bestandteile ihres Alltags. Die Beschwörung und Heranziehung übernatürlicher Mächte zu persönlichen Zwecken spielte eine bedeutende Rolle innerhalb ihrer religiösen Vorstellungswelt und umfasste sämtliche Bevölkerungsschichten – von den „Sklaven“ bis zum Kaiserhaus. Magische Praktiken traten in vielfältigen Formen auf und fanden in nahezu allen Lebensbereichen Anwendung: sei es, um durch die Verfluchung eines Prozessgegners den Ausgang eines Gerichtsverfahrens zu beeinflussen, mittels eines „Liebeszaubers“ die Zuneigung einer begehrten Person zu erwirken, das eigene Pferd vor dem „Bösen Blick“ zu schützen oder dem Lieblingsteam beim Wagenrennen magisch zum Sieg zu verhelfen. Anhand ausgewählter archäologischer Funde und literarischer Zeugnisse aus römischer Zeit – darunter Amulette, Fluchtafeln und die sogenannten Zauberpapyri – nimmt Markus Strathaus das Publikum mit auf eine Reise in die faszinierende Welt der antiken Magie.





