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Ehrung von Herrn Wunibald Iser

Nachruf Herr Wunibald Iser

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Nachruf Wunibald Iser

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Der Nachruf des Vereins ist auf den beiden Fotos zu lesen, sie vergößern sich, wenn Sie auf die Bilder klicken. Denselben Text finden Sie unten stehend und als PDF Download oben.

Der Verein Jura-Bauernhof-Museum trauert um sein Ehrenmitglied Wunibald Iser, der am 7. Mai 2021 im Alter von 80 Jahren verstorben ist.

Sein unermüdlicher Einsatz und sein Wissen machten aus einem alten Bauernhof einen Ort, an dem in den letzten vier Jahrzehnten sowohl das regionale Kulturgut bewahrt als auch ein Treffpunkt für Menschen aller Generationen geschaffen wurde. Seit der Museumseröffnung 1986 bis 2012 war er Museumsbetreuer und prägte das Jura-Bauernhof-Museum entscheidend in seiner heutigen Erscheinungsform.

Herr Anton Knapp, 1. Vorsitzender a.D. erinnert daran, dass er mit seiner Initiative für die Jahresprogramme den Grundstein für viele Veranstaltungen legte, die bis heute bestehen und vielen im Landkreis eine geliebte Erinnerung sind. Bei zahlreichen Veranstaltungen akzentuierte er selbst und gemeinsam mit Musikgruppen aus dem Landkreis gekonnt mit handgemachter Musik.

Herr Reinhold Filip, Vorstandsmitglied des Museumsvereins, erinnert sich besonders gern an die gemeinsam gestalteten Osterfeste. Herr Iser war bei Veranstaltungen für verschiedene Kinderattraktionen der Initiator wie z. B. „Eiersuche“ und „Eierringeln“. Er hatte sehr große Freude bei der Museumseröffnung zu Ostern, da hier die Kinder mit voller Begeisterung bei der Sache dabei waren. Das „Eierringeln“ (historisches Spiel) war sein besonderes Steckenpferd.

Frau Marianne Grund, ebenfalls Vorstandsmitglied, erinnert sich an die Inventarisierung. Herrn Iser war die Dokumentation des Museumsbestandes sehr wichtig. Deshalb veranlasste er in den frühen Neunzigerjahren eine umfangreiche Inventarisierung, beraten und unterstützt durch die Landesstelle für nichtstaatliche Museen und die Professur für Volkskunde an der KU Eichstätt (Prof. Dr. Walter Pötzl). Dieses Inventar ist bis heute eine wichtige Quelle des Wissens, beispielsweise bei Ausstellungen.

Ohne seine Initiative und seinen unermüdlichen Einsatz wäre aus dem alten Kipferlerhof wohl kein Museum geworden. Herr Iser überzeugte 1984 den damaligen Landrat Konrad Regler vom Schutz dieses historischen Gebäudekomplexes und der Gründung des Jura-Bauerhof-Museums. Er war, so formuliert es Georg Stark, als Museumsbetreuer jahrzehntelang die Seele des Museums.

Über 30 Jahre lang wirkte er ehrenamtlich als Kreisheimatpfleger des Landkreises Eichstätt. Er setzte sich maßgeblich für die regionale Volksmusik, die Pflege des heimischen Brauchtums und Dialektes sowie den Erhalt der regionaltypischen Jurahäuser ein.

Bei zahlreichen Veranstaltungen war er nicht nur Organisator, sondern auch als Musikant oder Sänger aktiv. Beispielhaft seien hier die „Volksmusik in der Residenz“, das „Weihnachtslieder-Singen“ am Residenzplatz oder die Veranstaltung „Jugend singt und spielt Volksmusik“ genannt. Neben seinem Beruf als Lehrer und Rektor pflegte er seit jeher beste Kontakte zum Volksmusikarchiv des Bezirkes Oberbayern und legte die Grundsteine für die bis heute andauernde gute Zusammenarbeit zwischen der oberbayerischen Volksmusikpflege und dem Landkreis Eichstätt.

Aufgrund seiner Verdienste war er Träger der Bezirksmedaille des Bezirkes Oberbayern für den Landkreis Eichstätt.

Als Ideengeber, Initiator und Musikant war er viele Jahrzehnte lang prägend für die Volkskultur im Landkreis Eichstätt und wird vielen dadurch in bester Erinnerung bleiben.

Das Jura-Bauernhof-Museum gedenkt seiner in großer Dankbarkeit.

 

Jura-Bauernhof-Museum e.V.



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