Kath. Kirche St. Andreas Wellheim

Die Kirche hat ihre Ursprünge im 11./12. Jahrhundert und wurde sowohl zur Zeit der Gotik als auch im Barock an- und umgebaut. Den Gesamteindruck des barocken Kirchenraums hat die Erweiterung 1945 ungünstig beeinflußt, doch blieben die barocken Stukkaturen und Deckengemälde (beide um 1700) erhalten.

Öffnungszeiten

Schlüssel im Pfarrhof (Burgstr. 1).

Kath. Kirche St. Andreas in Wellheim

Baugeschichte

Das Langhaus der Kirche wurde 1700/1701 unter Einbeziehung der romanischen Südmauer gebaut. Der Turm ist im Untergeschoss und im ersten Obergeschoss romanisch (11./12. Jahrhundert); das zweite quadratische Obergeschoss und das achteckige Geschoss darüber gehören der gotischen oder nachgotischen Zeit an, während das zweite Oktogongeschoss wohl in der Barockzeit entstand. Das Halbgeschoss mit der Turmuhr sowie Kuppel mit Laterne erhielt der Turm 1899. Das Langhaus erweiterte man 1945/46 um zwei Fensterachsen und den Chor nach Westen.


Beschreibung

Die Kirche von Wellheim, das von 1683 - 1803 zum weltlichen Herrschaftsbereich des Fürstbischof von Eichstätt gehörte, während es kirchlich dem Bischof von Augsburg unterstand und noch untersteht, hat als Besonderheit zahlreiche Epitaphien vorzuweisen. An der südlichen Außenwand der Kirche findet sich z.B. als zweite Platte von Westen her eine klassizistische Kalksteintafel zum Andenken an Maria Margareta von Erolzheim, "gewesene Hauptmännin des Marktgräflich-Ansbachischen Dragoner-Regiments", die als Verwandte des Pfarrers von Erolzheim - ihm ist die vierte Steintafel gewidmet - in Wellheim ihren Lebensabend verbrachte. Interessant ist auch das klassizistische Epitaph in Bleiguß (sechste Platte) für den Pflegsverwalter Schäfer. Das schönste Epitaph ist allerdings im Kircheninnern an der linken Langhauswand angebracht: Die Gedächtnisplatte für den Grafen Konrad von Helfenstein, 1458 - 1473 Inhaber der Herrschaft Wellheim, und seine Gemahlin; das Kalksteinrelief stellt in der Mitte die Ölbergszene und zu beiden Seiten die Gatten mit ihren Wappen dar. Der Hochaltar, Seitenaltäre, Kanzel und Taufstein entstanden um 1700, ebenso die Holzfiguren des hl. Sebastian (rechte Langhauswand vorne) und der hl. Walburga (linke Langhauswand hinten), die vielleicht von Christian Handschuher stammt.

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