Der Jurahausverein e. V. lädt wieder zur Besichtigung eines historischen Gebäudes ein.
Am Sonntag kann das Torhaus im Klosterhof des ehemaligen Klosters St. Anna in Marienstein besichtigt werden. Die Familie Pfättisch, die schon vor zwanzig Jahren das danebenliegende Priorat denkmalgerecht sanierte, konnte vergangenes Jahr auch die Sanierung des Torhauses abschließen.
Die Erbauungszeit des Torhauses zum Klosterhof des ehemaligen Augustinerinnenklosters in Marienstein geht laut Befund auf das Jahr 1660 zurück. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr das Torhaus mehrere Veränderungen: So wurde der Torbogen im Jahr 1895 umgestaltet, während 1970 die darüberliegenden Geschosse eine Neugestaltung erhielten. Bei der aktuellen Sanierung wurden die historischen Befunde berücksichtigt und die letzte Gestaltung der Fassade im Stil der 70er Jahre zurückgebaut.
Besonderes Augenmerk lag auf der sensiblen Wiederherstellung der Fassaden. Sowohl zur Straße als auch zum Klosterhof hin wurden diese ästhetisch überformt, sodass sich das Torhaus heute harmonisch in das historische Ensemble einfügt.
Im Inneren wurden ein historisches Türgewände freigelegt, das nun wieder sichtbar ist und dem Gebäude zusätzliche Authentizität verleiht. Die Fensteröffnungen wurden mit schrägen Laibungen gestaltet und mit geräuschisolierten Eichenfenstern ausgeführt. Erhalten blieben die Eichenparkettböden und die Eichentreppe, die nach dem Abschleifen der Versiegelung und dem Ölen ein neues Leben bekamen.
Zudem erfüllt das Torhaus nun moderne Wohnansprüche: Mit Wandheizung, Lehmputzen, Solarthermie sowie einer gemeinschaftlichen Pelletheizung wurde ein nachhaltiges und behagliches Raumklima geschaffen.



















